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Vom 10.000 Dollar-Gutschein bis zur MacWorld 2011 – Die Highlights im Überblick

29/01/2011

Erst eine Woche liegt es zurück, dass Steve Jobs seine Auszeit vom Tagesgeschäft verkündete , und urplötzlich zeigt sich Apple „sozial“. Das zwitschernde Twitter-Konto @AppStore, selbstverständlich Cupertino-verifiziert, sammelte in kürzester Zeit eine Anhängerschaft von über 100.000 Verfolgern ein und empfiehlt diesen seitdem verschiedene iOS-Programme.

Ohne Frage: gutes Marketing. Mit einem schnellen Blick auf den App Store-Erfolg ist dies aber nur ein Tropfen auf den glühend heißen Software-Felsen, der bereits den Download-Berg in einer Höhe von Zehnmilliarden Apps erklommen hat. Der dazugehörige Webseiten-Countdown durchschlug die Marke der besagten zehntausend Millionen, einer immerhin elfstelligen Zahl, am vergangen Samstagmorgen . Im Januar des vergangenen Jahres standen erst 3 Milliarden Downloads in den Apple Büchern.

Lustiger Beigeschmack: Der 10.000-US-Dollar iTunes-Gutschein, der als Gewinn an denjenigen Kunden vergeben wurde, der die gigantische Download-Summe schließlich abrundete, erreichte im ersten Anlauf nicht seine Preisträgerin. Gail Davis aus Großbritannien knallte dem freudigen Apple-Mitarbeiter, der die gute Nachricht im Gepäck führte, den Telefonhörer verkrampft zurück auf die Gabel. Sie hielt das Telefonat für einen Werbeanruf und legte mit den Worten, „Danke, aber wir haben kein Interesse“, wieder auf. Gottlob ließ sich das Cupertino-Hauptquartier nicht so einfach abwimmeln und durfte einige Stunden später das Arrangement für die Übergabe des Gutscheins, der einige App Store-Einkäufe in den nächsten Jahren abdecken sollte, noch vermitteln. Zuallererst soll es Eddy Cue, Apples hochrangiger iTunes- und Internet-Service-Beauftragter gewesen sein, der das Besetztzeichen aus UK erntete. Das ist gleich doppelt lustig, weil Eddy Cue diese Woche damit bereits zum zweiten Mal im Nachrichten-Rampenlicht steht.

Wie vergangenen Donnerstag angekündigt, spielt Cue zusammen mit Medienmogul Rupert Murdoch am nächsten Mittwoch die zweite Geige in der Präsentation von „The Daily“, der lang erwarteten iPad-Zeitung. Das digitale Tagesblatt, das von einem 126-Mann-Team der News Corporation erstellt wird, und 99 US-Cent pro Woche kosten soll, dürfte hierzulande wahrscheinlich in die Kategorie „okay, und sonst so?“ fallen. Für uns spannend: Das Apple-eigene Abo-Modell für Magazine und Zeitschriften. Aber dazu wahrscheinlich in der nächste Woche mehr…

Apropos mehr. Das durchaus namenhafte Marktforschungsunternehmen Canalys rechnet in seiner aktuellen Statistik zum weltweiten PC-Wachstum erstmals Tablet-Computer mit ein. Die dazugehörige Pressemitteilung betont, dass im „aktuellen Markt-Momentum“ Geräte wie das iPad oder Samsungs Galaxy Tab einen „integralen Bestandteil der PC-Landschaft“ darstellen. Wir gratulieren zu dieser messerscharfen Erkenntnis! Die Geräte konkurrieren bezüglich „Prozessorleistung, Bildschirmgröße und einer stark wachsenden Anzahl von Anwendungen“ mit dem traditionellen PC. Laut Canalys wäre es dieser Tage genauso „unzeitgemäß“, Netbooks einer Analyse von modernen Rechenmaschinen auszuschließen. Konkurrenten wie Gartner oder IDC nehmen jedoch bislang keine Tablet-Computer in ihre Auswertungen auf. Doch was bedeutet diese Berücksichtigung für die aktuellen Hochrechnungen? Mit einem Zuwachs um 241 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal des gewohnt profitablen Weihnachtsgeschäfts kämpft sich Apple damit auf Platz drei der weltgrößten PC-Hersteller. Beeindruckend – aber auch gerechtfertigt? Sind Tablets die neuen PCs?

Nachgezuckelt: Zum Ende dieser Woche startete in San Francisco die jährliche US-Messe Macworld. Im bereits zweiten Jahr, nachdem Apple nicht mehr mit einer Keynote-Präsentation und einem Expo-Stand vertreten ist, finden sich im Moscone Center West allerlei Entwickler, Zubehör-Hersteller sowie Zuschauer ein. Veranstalter-Urgestein Paul Kent spricht im 27. Anlauf von rund 10 Prozent mehr Ausstellern gegenüber dem Vorjahr. Auf drei Etagen sollen 30 Prozent komplett neue Firmen vertreten sein, die sich zu 60 Prozent mit iOS beschäftigen. Macworld ist damit ein relativ exaktes Spiegelbild der aktuellen Apple-(Umsatz-)Situation . Was die 25.000 Besucher dort zu sehen bekommen, erfahrt ihr wie gewohnt in unseren täglichen News. An dieser Stelle, der entspannten Wohlfühl-Rubrik mit Anmerkungen zur vergangenen Woche, lesen wir uns am nächsten Samstag wieder.

Wer ist Alexander Olma?

Alexander Olma verSchrieb sich bereits vor über vier Jahren dem iPhoneBlog.de, das er mittlerweile hauptberuflich als ‘Ein-Mann-Show’ mit täglich neuen Text-, Foto-, und Video-Inhalten füttert. Als freier Journalist arbeitet er außerdem für diverse Online- und Print-Angebote und nimmt an (Video-)Podcast-Projekten teil.

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